Liebe Freunde des ViaThea,
mit dieser Dokumentation schauen wir noch einmal zurück auf das diesjährige Festival, wie wir es seit Anbeginn tun, um uns noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, was ist gelaufen?, wie ist es gelaufen?, was gibt es für Anregungen für das nächste Jahr?.
Bei dieser Rückschau machten wir drei Fixpunkte aus, die wir aber nicht an den Haaren herbeizogen, sondern die sich einfach bei den Nachgedanken ergaben.
Der erste Fixpunkt: In diesem Jahr ließen wir uns zum ersten Mal auf ein Festival mit einem thematischen Bezug ein. Cirque Noveau hieß das Thema. Wir waren von der Richtigkeit unserer Entscheidung überwiegend überzeugt. Ein Maß an Unsicherheit, ob das Publikum mitgeht, ob unser Konzept aufgeht, blieb aber bis zuletzt.
Heute können wir sagen, es ging auf. Die überwältigende Teilnahme trotz des Wetters war eine beeindruckende Antwort.
Der zweite Fixpunkt: Wir hatten seit unserem ersten Straßentheater 1995 kein einziges Mal so katastrophales Wetter wie in diesem Jahr. Ausfälle und Änderungen waren unumgänglich und verlangten nicht nur den Zuschauern, sondern auch uns manchmal das letzte ab. Leider gibt es für ein Straßentheater praktisch keine Schlechtwettervariante. Was in dieser alles andere als angenehmen Situation auffiel, war der überwältigende Idealismus von Künstler und Zuschauern zu spielen bzw. dabeizusein trotz Stürzen von Künstler, zerstörter Kulissen und durchgeweichter Kleidung von uns allen. Wir glauben dennoch, dass Positives überwog und das diesjährige Festival nicht ganz „den Bach hinuntergegangen“ ist.
Und ein dritter Fixpunkt: das zwölfte ViaThea war und ist das letzte mit der Crew, die seit 1995 die Stadt zu verzaubern suchte. Seit zwölf Jahren fast aus dem Stand heraus zusammen mit unseren polnischen Partnern anfingen, hat sich das Festival inzwischen zu einem nicht zu übersehenden Kulturereignis weit über die Grenzen unserer Stadt und auch unseres Landes hinaus entwickelt. Der Verdienst fällt aber nicht auf uns allein zurück, sondern auf eine sich stetig entwickelnde Fangemeinde. Zu ihr gehören die vielen Sponsoren, Spender von Geld und Sachleistungen. Durch sie konnten wir eingesparte Mittel in Gruppen also in Kunst stecken. Zu ihr gehören aber auch unsere Zuschauer von nah und fern. Sie haben uns Mut gemacht weiter zumachen, neue Ideen auszuprobieren, zu experimentieren. Und an dieser Stelle ist es nun auch an der Zeit, an alle zu erinnern, die eine unglaubliche Langmut mit uns hatten, wenn es um Genehmigungen, Bereitstellungen usw. ging. Ich meine die Polizei, den Zoll, den Bundesgrenzschutz, die Verkehrsbehörde, die polnischen Behörden. Nur mit allen Zusammen war das ViaThea so möglich, konnte Wirklichkeit werden. Es war gut für unsere Stadt! Es ist gut für unsere Stadt!
Es bleibt uns ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen! Sie haben alle toll mitgespielt!
Ihr Kulturamt
